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Freitag, 11. Februar 2011

"Heft" zur Goldhochzeit

Das eben erwähnte Gedicht habe ich dann so überreicht:





Auf dem dunkleren Foto sieht man die Struktur des goldenen Tonkartons besser, auf dem helleren die Farbe und den handgeschriebenen, gold embossten Schriftzug.
Die "Heftung" besteht aus schwarzen Eyeletts, durch die ich schwarzes Kräuselband gezogen habe.
Jeweils 2 Strophen habe ich auf jeder Seite untergebracht. Die Seiten sind dunkelroter Tonkarton, ein sehr breites (weihnachtliches ;)) Dekoband und am Rand zum besseren Blättern Satinband (durch das auch die Eyeletts gestanzt sind). Es ist Absicht, daß sich der Text nicht genau mittig über der Goldborte befindet :). So wie das letzte Foto sehen die anderen 4 Seiten aus.

Goldhochzeit meiner Schwiegereltern

Im November vergangenen Jahres begingen meine Schwiegereltern ihre goldene Hochzeit.
Mein Mann und ich haben dazu folgendes (sehr persönliches) Gedicht geschrieben, welches wir zu sechst (seine beiden Brüder samt Frauen und wir) dann zur Feier vortrugen:


50 Jahre sind vergangen
seit sich Truels und Elke fanden.
Dieses feiern wir nun heut',
was uns alle herzlich freut.
Die Gemeinschaft dabei spricht:
Alt seid ihr noch lange nicht!“

Bohmstedt ist ihr Heimatort,
zogen niemals von hier fort.
Ihrer Kinder wurden 3 -
Mädchen war hier keins dabei.
Das fällt gar nicht ins Gewicht:
Alt seid ihr noch lange nicht!“

Anfangs war es das Bestreben
von dem Bauernhof zu leben.
Doch das kleine Bauernsterben
Riet dem Truels sich zu bewerben
Schickt vom Wetter den Bericht.
Alt bist Du noch lange nicht!“

Elke ging zur Haushaltslehre,
damit sie sich gut bewähre.
Kinder, Küche, Hof und Haus
machten ihre Arbeit aus.
Übernahm gern diese Pflicht.
Alt bist Du noch lange nicht!“

Spielten manche Kartenrunde -
ging oft bis zur späten Stunde -
mit verschied'nen lieben Leuten,
die sich auch darüber freuten.
Und kein Ende ist in Sicht:
Alt seid ihr noch lange nicht!“

Bürgermeister wurd' er gar,
wie's sein Vater auch schon war.
Flächennutzung, Amtsausschuss
War'n für Truels ein ernstes Muss.
Schöffe war er bei Gericht.
Alt bist Du noch lange nicht!“

Handarbeiten, Knüffeln, Chor
nahmen beide sie sich vor.
Hühner, Enten und der Stall,
Enkelkinder überall
standen nun im Rampenlicht.
Alt seid ihr noch lange nicht!“

Langsam sollten wir aufhör'n
Euch nicht länger mehr noch stör'n
Wünschen wir aus aller Mund:
Habt Euch lieb und bleibt gesund!“
Rufen voller Zuversicht:
Alt seid ihr noch lange nicht!“